Recht gehabt.

Gestern hat Horst mal wieder zugeschlagen. Ihr wisst es ja. Horst ist mein Schicksal. Horst hat einige feste Tummelplätze, die er offenbar als Pflicht betrachtet, und einige Abenteuerspielplätze, die er dann und wann für eine Kür auserwählt.

Diesmal er sich in einem seiner absolut favorisierten Pflicht-Ressorts getummelt – der Einrichtung von egal was auf Rechner, Notebook, Handy. Mit gelegentlichen Abstechern in die Festlegung von Sendeplätzen im TV, der Inbetriebnahme der neuen Mikrowelle, des Navis oder was auch immer gerade verfügbar ist, wenn er sich langweilt.

Ich bin ja manchmal minimal altmodisch. Nicht sehr, aber naja. Ich mag es, wenn mir ein Mann die Tür aufhält, ich schimpfe wie ein Rohrspatz, wenn ich es für jemanden tue und der andere sagt nicht „danke“, und ich habe mich bislang dem Onlinebanking verweigert. Nicht aus Gründen der Sicherheit. Mir ist es auch egal, wenn der BND, die NSA oder Putin meine Whatsapps lesen, die „Welt“ meine Instagram-Bilder klaut oder Mark Zuckerberg meine fb-Beiträge kopiert. Nein. Es liegt an Horst.

Es ist wie ein geheimes Kommando. Sobald ein Update installiert werden oder mein Emailpostfach konfiguriert werden muss, erscheint Horst wie der Teufel aus der Kiste. Und ich höre ganz deutlich die hämisch quietschenden Sprungfedern, auf denen sein laut gackernder Kopf sitzt, während er mir virtuelle Steine in der Größe des Mount Everest vor die Füße wirft.

Gestern führte aber kein Weg mehr dran vorbei. Ich kam nach Hause, noch blendender Laune, fand tatsächlich die Bankunterlagen, schnappte mir trällernd Handy und Notebook und warf mich in die Schlacht. Wohlgemerkt ahnend, nein, wissend, dass das in die Hose gehen würde. Aber man soll ja positiv denken. Das formt die Neuronen im Gehirn zu kleinen Klümpchen, die….ich schweife ab.

Ich war dieses Mal nicht alleine, als Horst zuschlug. Und mein Gegenüber war so unvorsichtig, launig und wohlgemut zu erwähnen, dass das schon klappen wird – ja klar. Natürlich. Meine Laune schwand sofort unter den Nullpunkt. Eine solche Bemerkung in meiner Gegenwart ist ähnlich, wie bei einer Hotline anzurufen, weil das WLAN nicht geht, und SIE fragen als erstes, ob das Gerät dafür angeschlossen ist. Ermorden könnte ich SIE. Deshalb sind das alles Services, die weit, weit weg von mir sind. Soviel Personal würden die gar nicht nachbekommen.

Schon leicht aggressiv – ich meine, ich kenne Horst seit Jahren, mein Gegenüber erst seit kurzer Zeit! -, suchte ich im Store die App, die vonnöten ist, um sich in ungefähr 50 Schritten das Gedöns freizuschalten. Auf ‚Installieren‘….. „Möööööppppp! Es ist nicht genug Speicher vorhanden. Löschen Sie einige….“. Meine Laune auf -20. Mein Gegenüber lachte sich tot. -30.

Ich hasse das. Anders als jeder andere Mensch brauche ich nämlich immer alle Dateien auf meinem Handy TATSÄCHLICH noch. Alle. Aber ohne App kein Banking. Ohne Wein keine Löschaktion. Zitternd ging ich nach einer spirituellen Stärkung daran, Fotos, Apps und weiß der Kuckuck was zu löschen. „Wieviel Speicher braucht denn die neue App?“, fragte mein Gegenüber. Dolche flogen aus meinen Augen.

„Siehst Du’s denn jetzt nicht ein?“, bölkte ich…. „Ich bin ja nicht 39….geworden, ohne ernstzunehmende Erfahrungen zu machen! Klugscheißer!“ Mein Gegenüber ging rauchen.

Derweil erklärte mein Handy, ich könnte jetzt mit der Installation fortfahren. ‚Installieren‘ angetippt. Nix. Getip-tip-tip-tipt. GeTIPPT. Geklopft. Gehämmert. Vom Balkon: „Brauchst Du Hilfe?“ Ich blaffte: „Nein! Wieso glaubst Du, wenn Du da statt dessen herumtippen würdest, ginge das plötzlich!?!?“

Und dann, beim 20. Hämmern…. zack. Installiert. Der Kopf auf der Sprungfeder kicherte hämisch. Ich versetzte ihm einen Tritt. Daraufhin erfuhr ich, dass der Akku meines Handys gleich aufgeben würde. Super, Horst. Mehrfachsteckdose gesucht. Glas Wein geext. Weiter im Text.

Nach Eingabe von etwa 35 Codes, TANs, Benutzernamen und IDs bekam ich eine PIN geschickt. Kein ‚weiter‘, kein ‚zurück‘, nichts mehr. Tote Hose auf dem Screen. Nach dem erneuten Wälzen meines Aktenordners, der leicht lädiert war, weil ich ihn zwischenzeitlich nach der Stimme auf dem Balkon geworfen hatte, meldete ich mich „auf Ihrem anderen Endgerät, nicht in der App, sondern im Browser“ an. Ganz korrekt. Und war selber bass erstaunt, dass ich es ohne Intervention von Horst bis zur Eingabe von Benutzername und der ominösen PIN schaffte. Eingegeben….. eine nicht messbare Zeiteinheit den Atem angehalten…. „Mööööööppppppp! Ihr Benutzername, Ihre ID oder Ihre PIN ist falsch.“ Ich kurz vor dem Herzinfakt. Mein Gegenüber, mit blauem Fleck im Kreuz, vor Lachen fast vom Stuhl fallend, auf dem er inzwischen wieder hockte wie der schadenfrohe Zwilling von Horst. Ich schwöre, eine gewisse Ähnlichkeit ist vorhanden. Horst am Wackeln wie Götterspeise auf dem Teller.

Zweiter Versuch. Sehr sorgfältige, sichtbare Eingabe. „Ihr Benutzername…..“ „Siehst Du????“, schrie ich. „Glaubst Du mir jetzt??“ Horst und mein Gegenüber versuchten, ernst zu schauen, aber das war natürlich Verarsche.

Dritter Versuch. ID statt Name. „Ihr Benutzer…..“…… blobb…… „Ihr Zugang wurde aus Sicherheitsgründen gesperrrt. Bitte wenden Sie sich an Ihren Kundenberater.“ Mein Gegenüber ging in Deckung, ich flippte aus. Ich meine, ich kenne das ja schon. Von Horst. Aber es funktioniert. Jedesmal. Ich flippe aus.

Nachdem die Weinflasche leer war, fand ich die Nummer einer Hotline. Die mich als erstes fragte, ob ich denn auch wirklich die PIN, also genau diese PIN, die auf dem Handy, die von der App….wieder ein Mitarbeiter wegen der Entfernung am Leben geblieben. Immerhin hob er die Sperre auf.

Ich klickte das Eingabefeld an. „Diese Website war zu lange ohne Benutzung. Fangen Sie bitte von vorne-vorne-vorne-vorne an.“

An den Rest des Abends habe ich keine Erinnerung mehr. Aber wenigstens habe ich Recht behalten. Ist nur außer Horst keiner mehr da, der das zur Kenntnis nimmt.

Grüße von offline,

Eure Kitty

NRW.

Ihr Lieben,

das Jahr geht zuende. Zeit, zumindest ein Lebenszeichen von mir zu geben und Besserung zu geloben.

So viel hat sich in meinem Leben im letzten 3/4 Jahr verändert, die Gedanken und Ereignisse sich so überschlagen, dass Blogbeiträge in meinem Gehirn genauso schnell entstanden wie übertextet worden oder ins Ideennirvana entflogen sind.

Seit einer Woche ungefähr akklimatisiere ich mich nun in einer anderen Stadt in einem anderen Bundesland und ab Montag in einem neuen Job. Von neuer Liebe gar nicht erst zu reden. ❤ Horst hat also voll zugeschlagen und diesmal hat er sich wirklich mal Mühe gegeben. Danke, Horst!

Spätestens wenn ich mich also an meine neuen uniformierten Kollegen, Karneval, Schützenfeste, andere Getränke, Dialekte, private Partykeller, neue Freunde, das Vermissen der vorhandenen, und die Notwendigkeit von Stellplätzen gewöhnt habe, gibt es wieder mehr zu lesen!

Kommt gut ins neue Jahr, tut nichts, was ich nicht auch tun würde, und bleibt Euch treu. Und mir. 🙂

Eure Kitty!

 

 

Diskussion.

Aus der Psychologie ist bekannt, dass der Mensch über verschiedene innere Anteile verfügt. Naja, verfügt ist schon das falsche Wort, da schreitet mein innerer Lektor gleich mal ein, denn eher verfügen sie über uns statt umgekehrt. Manchmal jedenfalls. Wenn man zuviel Jägermeister hatte, zum Beispiel.

Die klassische Psychologie geht ja am ehesten vom inneren Kind, dem inneren Kritiker und dem inneren Erwachsenen aus. Ich habe festgestellt, dass das bei mir etwas anders aussieht. Ich habe eher die innere Diva, die innere Rächerin und die innere Extremsportlerin.

Letztere hat sich heute Morgen eine Diskussion mit dem inneren Schweinhund geliefert. Und noch ein paar Anteilen. Sie wollte unbedingt bei Nieselwetter, drei Metern Sichtweite und ohne Frühstück morgens um 6 Uhr ins Freibad. Das will sie schon seit Wochen, aber bisher wurde sie immer von dem Anteil überboten, den ich Phil nenne. Das ist das grüßende Murmeltier aus dem Film.

Heute aber hat sie sich durchgesetzt. Schnell eine Sporttasche mit olympischen Ausmaßen gepackt, Fön, vier Bürsten, vier Handtücher, Badelatschen, Haargummis und –klemmen, Duschgel, das andere Duschgel, Haarshampoo, Conditioner, In-Dusch-Bodylotion, Ex-Dusch-Bodylotion, Parfum, das andere Parfum, Serum, Augencreme, Gesichtscreme, Fußcreme, Nagellack, falls was repariert werden muss, Primer, Ansatzbooster, Haarschaum, Haaröl (das nicht fettende), Hitzeschutzspray, Volumenpuder, Haarspray, Kamm eingepackt und schon konnte es losgehen. Nur noch die Katze füttern, Frühstück für’s Büro packen, und fast hätte ich dann die dekorative Kosmetik vergessen. Aber die 25 Teile waren flugs gepackt. Diva war zufrieden und die Sportlerin konnte los.

Auf dem Weg zum Schwimmbad fing irgendeiner an zu mosern, dass es ziemlich bekloppt sei, zu nachtschlafener Zeit durch die Stadt zu gurken. Die Mimose, die Sport-ist-Mord-Terroristin oder einfach nur das gesunde, normal denkende innere Wesen. Vielleicht haben sie sich auch gegenseitig bestärkt. Ich habe irgendwann auf halber Streck den Faden verloren. Die Ampelphasen gaben ihm recht. Oder ihr. Oder ihnen.

Egal. Es war dauernd rot. Das verleitete den destruktiven Hetzer zu der Aussage, dass es sich ja wohl kaum lohne, 40 Minuten Fahrt insgesamt plus 40 Minuten duschen etc. für vielleicht 45 Minuten herumschwimmen in Kauf zu nehmen. Hatte er nicht Unrecht. Das fand auch die pessimistische Realistin, während die scheinheilige Optimistin etwas von Prioritäten faselte.

Dabei fällt mir ein, dass ich neulich gelesen habe, dass Optimismus rückwärts Sumsi mit Po heißt. Herrlich. War mir noch nie aufgefallen. Das will ich seitdem anbringen.

Nichtsdestotrotz habe ich es bis vor die Tore des Bades geschafft. Also, hätte ich, wenn ich nicht um 180 Grad gedreht hätte, sondern nur um 90. Die 20 Minuten Fahrt hatten gereicht, um eine innere Podiumsdiskussion auszulösen. Geleitet vom anarchistischen Sportmuffel. Erhebliche Anteile kamen von der Analytikerin auf der Metaebene und anderen Klugscheißern. Über den Wert von Sport für die Lebensqualität, Cellulite, gesellschaftliche Zwänge, Kreislauf, älter werden, „schwimmen, wenn andere schlafen“, den Einfluss von körperlicher Ertüchtigung auf Depressionen, die Uhrzeit, das Wetter, immer wieder fiel das Wort „überwertet“ und die Frage, ob diese ganze Diskussion möglicherweise einfach nur vom inneren Schweinehund angezettelt worden sei.

Der hat aber argumentiert, dass er immer herhalten muss, wenn man sich nicht traut, straight gegen gesellschaftliche Vorgaben zu rebellieren und sich einzugestehen, dass man einfach null Bock hat. Da biss sich die Katze in den Schwanz. Just in dem Moment, wo der Parkplatz in Sicht kam und ich ca. 50 geparkte Autos sah. Glaubte, zu sehen. Diesen Moment der Schwäche nutzte der innere Filmemacher, um mir eine Art brodelndes Piranhabecken vorzuführen, in dem sich die bekannten Schwimmtypen aus dem Hallenbad ein bissiges Stelldichein liefern. Meine Rennfahrerin riss das Lenkrad herum, zog die Handbremse an, driftete um die Verkehrsinsel und nahm Kurs auf in Richtung nach Hause.

Triumphierend und mich gleichzeitig verdammend schleppte ich mich und die drei Taschen die Treppe hoch.

Vor meiner Wohnungstür musste ich mich durch einen Pulk wütender Nachbarn kämpfen. Ich habe zum Geburtstag einen Wecker bekommen. Der weckt mit Sonnenaufgang und Naturgeräuschen. Da ich beides am Park zur Genüge habe (das hatte ich beim Wünschen nicht bedacht, der innere Romantiker war zu entzückt von dem Spielzeug), nur keinen Kuckuck, habe ich die „Vogelgezwitscher inkl. Kuckuck“-Einstellung gewählt und vergessen, den Wecker auszuschalten, als die Extremsportlerin schon vor dem Klingeln zum Freibad rauschte. Mit dem Fön schlug ich mir eine Bresche.

Hier sitze ich nun. Stille. Ich habe sie alle geknebelt, damit ich in Ruhe schreiben kann, bevor ich die 2 m³-Tasche wieder auspacke, duschen gehe und die Erwachsene, die Rebellin, die Konforme, die Diva und die Rächerin ins Büro gehen.

Oropax für interne Dialoge wären eine echte Marktlücke.

Liebe Grüße, Eure Kitty

 

Nacktschnecke.

Wer hier ab und an mal reinschaut, kennt sie ja vielleicht. Meine schlaflosen Nächte wegen der Ruhe am Park hinter dem Haus. Die Ruhe ist so absolut, dass man kleine Nebengeräusche wie das oft zitierte Käuzchen, Möwen, Psychoamseln und Beschleunigungsrennen mit Motorrollern besonders gut hört. Die Stille trägt so schön.

Das kommunale Gemeinwesen war jetzt so freundlich, in Sichtweite meines Balkons in einem heimeligen Rondel am Brunnen, beleuchtet durch warmen Schein einer Laterne im Antikdesign, eine Bank aufzustellen,  die jetzt insbesondere nachts eifrige Nutzer findet. Meist mit Picknickkörbchen. Darin Bier, Bier, Korn, Bier, Korn, Bier. Ein großes Hallo.

Vor ein paar Wochen saß ich nachts schreckstarr im Bett, weil eindeutig jemand in meinem Schrank laut ausatmete. Mit einer Wasserflasche und einem gefährlichen Croq bewaffnet, hab ich nachgesehen. Nix. Hat nur ca. 20 Minuten mitten in der Nacht gedauert, bis ich mit Öffnen der Balkontür herausgefunden hatte, dass es der Buntspecht war, der etwas entfernt wie ein Besessener herumklopfte. Ich suche übrigens nach wie vor Rezepte für Spechtsoufflé. Oder Gulasch.

Aber das Highlight fand letzte Nacht statt. Fast eingeschlafen, hörte ich ein Rascheln von links. Spechteffekt. Ich saß senkrecht. Licht an. Rascheln aus. Licht aus. Rascheln an. Irgendwann hatte ich zumindest die Quelle identifiziert. Omas Geburtstagsmaiglöckchen. Todesmutig hab ich sie erstmal auf den Balkon gestellt.

Eine vorsichtige Sektion heute Morgen hat dann den Übeltäter zutage gefördert. Mit 93 sieht man beim Pflücken eben nicht mehr so gut. Ich bin ja sehr tierlieb. Aber bäh!

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Immer schön gucken, was Ihr Euch ins Haus holt. 🙂

Eure Kitty

P.S. Aus gegebenem Anlass…es handelt sich um eine Nachtschrecke. Äh, Nacktschnecke. 😨Offenbar nicht nur für Oma Lore schwer zu erkennen. 😉

Löcherig

Ihr Lieben,

in meinem Leben ist in den letzten Wochen so viel passiert. Ihr wollt das alles gar nicht wirklich wissen. Detailkenntnisse können auch belasten.

Nun habe ich auch noch diese neue Diät angefangen, wollte aber wenigstens ein sehr kurzes Lebenszeichen von  mir geben.Screenshot_2016-05-11-23-09-08-1

(Quelle : likemag.com)

Mehr in Kürze. 

Bis dahin: esst mehr Donuts. Ich brauche die Löcher.

Eure Kitty

Tag 0.

Zack, schon ist es wieder soweit. Nichtsahnend schlage ich mein Facebook auf, und – tataaaaaaaaa: für eine Challenge nominiert!

Nun muss ich ja sagen, dass ich mich im Grunde genommen glücklich schätze, dass es mich an dieser Stelle erwischt hat. Es hätte schlimmer kommen können. Zum Beispiel, wenn mich jemand für eine „Jeden Tag 10 Liegestütze mehr-Challenge“ benannt hätte. Oder ich mich zu „Schnee ist wundervoll“ hätte bekennen und jeden Tag glückliche Winterfotos hätte posten sollen. Spätestens da wäre ich dann mal unhöflich geworden und hätte dankend abgelehnt. Zumal ja am Ende dieser ganzen Sache nicht mal ein Preis ausgelobt ist.

Dieses Mal ist es also Dank meiner lieben Freundin Faith die „Naturfoto-Challenge“ geworden. 7 Tage lang darf ich Naturaufnahmen posten.

Das stellt mich gleich vor mehrere Herausforderungen.

Es fängt schon bei der Auswahl passender Bilder an, denn – was heißt denn nun Natur? Reicht es, wenn die Aufnahme draußen entstanden ist? Ist eine Mieze im Fokus eine Natur- oder eine Tieraufnahme? Menschen? Mit oder ohne Bekleidung? Reichen natürliche Bestandteile? Was ist mit Teilen von Lebewesen, sagen wir mal – einer romantisch verwitterten Krebsschere am Strand?

Ich sehe schon, das wird nicht einfach. Und Faith wird sich möglicherweise am Ende der Woche in Despair umbenennen müssen, wenn sie mit Haare raufen fertig ist.

Das zweite Problem ist, dass ich mich gerade in einer eher morbiden Phase mit apokalyptischer Weltanschauung befinde und es sein könnte, dass sich das das eine oder andere Mal in meinen Bildern widerspiegelt. Ich bitte daher schon mal apokal….prophylaktisch um Entschuldigung. Aber auch eine tote Ratte ist schließlich eine Ratte – oder?!

Naja. Ich taste mich mal ganz langsam heran. Dann habt Ihr noch die Chance, zu buzzern und mich liebevoll, aber bestimmt in eine andere Richtung zu lotsen. Ich deklariere den heutigen Tag also zu Tag 0 der Challenge und beglücke Euch mit einem kleinen, müden Hamster. Vielleicht ist er auch tot oder ohnmächtig oder ausgestopft. Aber im Freien!

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Hach, ich fühle mich jetzt schon unglaublich naturverbunden! Habt einen schönen Tag, Eure Kitty.

Ostern.

Vorgestern wurde ich wieder einmal Zeugin folgenden absurden Monologes:

„Mein Gott, ist das schrecklich, vor den Feiertagen denken immer alle, es könnte der Notstand ausbrechen. Dieser Sturm auf die Supermärkte, wie die Bekloppten. Hamstereinkäufe!!! Da schleppen sie tonnenweise Lebensmittel in ihre Familienkutschen! Als würde es morgen nichts mehr zu essen geben.“

Gehalten an der Kasse im Supermarkt. 😀

Nichtsdestotrotz – auch, wenn es dieses Wort ja, der Meinung einiger zufolge, gar nicht gibt, aber manchmal hüpft es mir einfach in die Tasten, gerade zu Ostern – liebe ich diese Feiertage. Anders als Weihnachten und, noch schlimmer, Silvester, kommen sie ohne die aus meiner Sicht typische deutsche (vielleicht auch nur Glombsche; oder nur meine) Feierschwermut, Melancholie und Endzeitdepression daher. Was nicht nur an der Jahreszeit liegt.

Schon als Kind habe ich mich darauf gefreut, an Ostern das erste Mal wieder Kniestrümpfe anziehen zu können, raus aus diesen grässlichen juckenden, rutschenden Strumpfhosen.

Na, was heißt, „schon als Kind“… nicht, dass jetzt jemand Kopfkino der üblen Art bekommt. Heute freue ich mich aus anderen Gründen. Sonne, kulinarische Familientraditionen, die ausschließlich Ostern vorbehalten sind, das erste Grün, Osterlämmchen (auf den Weiden!!!! – oder höchstens noch aus Rührteig. 😉 ), Farben und Blumenduft überall und Blätterkrokant. Ist außer mir schon mal jemandem aufgefallen, dass es das, zumindest in den üblichen Läden, wirklich nur an Weihnachten und Ostern gibt?

Anbei noch ein Bild von mir; passend zum Anlass in einer Jacke im Kükenlook. 🙂 Der Strand liegt in Wilhelmshaven am Banter See und heißt „Klein-Wangerooge“.

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Sonnige Grüße und wunderbare Ostertage, Eure Kitty!

 

 

Mondstoned.

Eine Woche voller waschechter „Kitty“s und „Nicht mein Tag-heute“s. Vielleicht liegt es am morgigen Vollmond.

Der letzte Kitty gerade eben. Brauchte Limettensaft, habe das Utensil dafür aus der Schublade geholt. Und dann, Limette links, Werkzeug rechts in der Hand, gute 10 Sekunden auf die Szene gestarrt, bis mein Hirn zusammengebastelt hatte, was nicht stimmt.

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Der Lachs kommt jetzt nackt ins Gefrierfach. Und ich bestelle Pizza und heule den Mond ein bisschen an.

Eure Kitty