Schnee-heee-flöck…. uuuurrrrrg.

Aus gegebenem Anlass – das zarte Scharren von Schneeschiebern dringt zu mir herein und es passt außerdem so nahtlos an meinen Silvesterbeschwerdeanfall. Und auch auf die Gefahr hin, verständnisloses Naserümpfen und Stirnrunzeln von allen Winterfans, Schneeliebhabern, Jahreszeitbefürwortern und Skifahrern zu ernten:

Ich oute mich jetzt. Ich finde Winter doof!!! Ich mag keinen Schnee, nein, ich HASSE Schnee, dieses grässliche, kalte, nasse, eben noch weiße und schon schmutzig-matschig-graue Zeug von oben, ich kann watteweich verzauberten Schneelandschaften nichts abgewinnen (die sehen bei 24 °C und Sonne meist genauso schön aus), ich bekomme eine Krise, wenn die ersten Flöckchen fallen. Gesäuselte Bemerkungen wie: „Alles sieht so friedlich aus!“, möglichst noch gepaart mit verklärtem, Kindheitserinnerungeninduziertem Lächeln, machen mich sehr aggressiv. Ich kann nicht Ski fahren, beim Schlitten fahren wird mir schlecht, und vom Deich herunter macht jetzt auch sowieso nicht wirklich viel Sinn.

Ich hasse es, wenn Autofahrer ab der zweiten Flocke plötzlich glauben, nur noch Schritt fahren zu können, zugefrorene Scheiben, und ich krieg‘ die Krise, wenn ich mein Auto erst ausbuddeln muss.

Ich mag keine Winterklamotten. Ich hasse Kapuzen, und dass sie sich nicht mitdrehen, wenn man sich umschaut, so dass man ins Futter starrt, zerknautschte Frisuren unter Mützen, nasse Hosensäume, Schneeränder an den Schuhen und kalte Füße, rote Nasen und klamme Hände. Meine High Heels sind bei Schnee unpraktisch und auch in Boots (alleine dieses Wort – sie kommen gleich nach Croqs) laufe ich wie ein Storch im Salat, sobald es glatt ist. Ich habe schon Schals verloren, die aneinander geknotet von der Nordsee bis nach Kuba reichen würden. Die, die ich nicht verloren habe, habe ich wahlweise in der Autotür eingeklemmt und 15 km durch den Schneematsch geschlurrt, oder habe mich in dem Versuch, sie aus dem Reißverschluss der Handtasche zu befreien, fast erwürgt.

Das knarzende Geräusch von Schnee, wenn man drauf tritt, ist für mich in etwa so, wie für andere das Kratzen mit dem Fingernagel über eine Tafel. Noch schlimmer klingt es dann nur, wenn mein tiefergelegtes Auto mit dem Unterboden über den festgefahrenen Eiswall in der Fahrbahnmitte schabt, der nach einigen Tagen Schnee, Streuen und Frost unweigerlich entsteht.

Theo hat die einzig sinnvolle Art gefunden, mit Schnee umzugehen. Ich versuche jetzt, ihn zum beiseite Rutschen zu bewegen, und rolle mich bis Mai neben ihm zusammen.

Also, bis dann, Eure schneephobische Kitty.

 

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